50 Shades of Grey

…50 Shades of Grey trifft es eigentlich echt gut, dieses in tausenden von Grautönen auftretende Wetter. Ich kann es einfach nicht mehr sehen. Ich will einfach nicht mehr nur Grau am Himmel. Ich will wieder blauen Himmel.

Ich bin alles andere, als ein Schönwetterfahrer. Aber es wäre doch einfach schön, bei einer Ausfahrt auch mal wieder einen blauen Himmel zu sehen. Zumal die letzen Wochen  auch immer Regen oder Schneeregen dazukamen. Wir haben also Grau, Nass und Kalt.

Drei Eigenschaften die man im Winter hier ständig hat. Und damit dann auch die üblichen Probleme:

Motivation…

Was ziehe ich an…

Die Motivation ging die letzten Monate eigentlich, aber irgendwann ist dann auch mal Schluss und man muss sich wirklich zwingen, bei diesem trüben, miesen Wetter aufs Rad zu steigen,nach der Arbeit, unter der Woche, dann auch noch im dunklen. Man genießt dann wirklich am Wochenende die wenigen rar gesäten, Sonnenminuten. Man freut sich wirklich wie ein Schnitzel, wenn man ein wenig Sonne erwischt. Und hofft! Es muss doch jetzt langsam Frühling werden…

Und am nächsten Tag? Man wacht auf, zieht den Rollo nach oben…..SCHNEE! 10cm Neuschnee. Das kann doch wirklich nicht wahr sein. So langsam reicht es doch mit dem Winter….

Klamotten.

Klamotten sind auch so ein Thema im Winter. Was ziehe ich an? Kurzer Baselayer, langer Baselayer, Jersey drüber, lang, kurz? Softshell. Dicke, lange Socken, lange Thermohose, evtl. noch ne kurze Hose drüber, damit die Oberschenkel nicht komplett zu Eisklumpen werden? Kommt natürlich auch echt auf die Temperatur an. Darauf will ich jetzt gar nicht weiter eingehen, denn da hat nun jeder wirklich sein eigenes Temperaturempfinden. Aber ich bin meistens doch zu Warm angezogen. Merke ich natürlich immer zu Spät…

Und jetzt mal Butter bei die Fische, männliche Gemeinde. Wie schützt ihr eure beste Region? Glaube jeder Mann kennt im Winter dieses Gefühl, wenn man nach einer langen Ausfahrt nach Hause kommt, sich der Radklamotten entledigt und dann erstmal nachschaut ob die Eiswürfel, die man auf einmal vorfindet, wirklich zum eigenen Körper gehören….

Damit kommen dann die Probleme. Ich fühle mich wie das Michelin-Männchen, habe das Gefühl mich auf dem Rad nicht richtig bewegen zu können. Am Berg die Jacke dann aufmachen, ebenso an Ampeln, oder bei anderen Gelegenheiten, bei denen man stehenbleiben muss. Man dampft dann immer so schön aus, was den Autofahrern dann nun wirklich einen seltsamen, bis mitleidigen manchmal auch belustigten Blick ins Gesicht zaubert. Die Meisten werden sich wohl fragen, was für ein Bekloppter sich wohl bei so einem Wetter auf das Rad setzt.

Aber es nützt ja nix. Wir lieben diesen Sport und bei schönem Wetter kann jeder! Also geht es immer wieder Regelmäßig auf den Bock, wie schlecht das Wetter auch ist…

Aber so langsam, könnte sich das Frühjahr schon einstellen, oder?

Momentan liege ich Aufgrund einer Grippe nun schon fast ne Woche krank im Bett und bin auch schon seit 2 Wochen nicht einen Kilometer mehr gefahren…Die meiste Zeit wäre das Wetter auch wieder richtig mies gewesen, aber es gab auch herrliche sonnige Tage, die man hätte nutzen könne, aber war leider nicht. Das ganze wird jetzt erst mal richtig auskuriert und dann geht es wieder weiter…

 

Cheers…

Was haben wir getan, dass man uns in die Hölle schickt?

– Bernard Hinault über den Koppenberg –

Malle Tag 3

Heute war Regen angesagt. Ich war ziemlich kaputt, zumindest fühlte sich das nach dem Aufstehen gleich so an. Heute also nur ne kleine Runde für mich, um nicht völlig fertig wieder in Deutschland anzukommen und auf der Arbeit nix geregelt zu bekommen.

Der selbe Ablauf wie gestern, gut Frühstücken, in die Klamotten und ab auf die Straße. Wieder die Küstenstraße, wieder ständig bergauf. Heute jedoch ging das ganze schon besser. Und das nach den Anstrengungen der letzten zwei Tage? Diesmal jedoch nach knapp 10km auf einen kleinen Cami abgebogen. Einen Cami würde ich als kleine, nicht viel befahrene Straße bezeichnen, die zwei Städte miteinander verbindet. Links und rechts meist ca. 1,5m hohe Mauern, die den Wind sogar etwas fernhalten. Diesen Cami sind wir nun schon zweimal gefahren, diesmal jedoch, mal in die andere Richtung. Auch sehr schön. Irgendwann kann man  sich auf diesem Cami entscheiden, ob man Richtung Palma fahren möchte. Wir entschieden uns dafür und fuhren so, teilweise parallel zur Autobahn, Richtung Palma. Super ausgebaute Straßen und später dann noch ein Radweg, der wie eine kleine Straße aufgebaut war. Auf diesem Radweg kommt man dann super wieder nach Arenal. Dort angekommen, hatte ich aber noch richtig Bock weiterzufahren und so fuhren wir Komplett an der Küste Richtung Palma um dort bis zur Kathedrale zu fahren. Ein bisschen Seightseeing also. Zurück ging es dann erst auf den Hauptstraßen in Palma. Nach kurzer Zeit waren wir allerdings vom Verkehr und den Ampeln so genervt, das wir doch wieder an der Küste entlang fuhren… Der Tour war alles in allem echt entspannt. Und aus meinem Ruhetag sind dann doch noch 59km geworden. Den Rest des Tages verbrachte ich mit entspannen, Radklamotten waschen und Essen besorgen. Das absolute Highlight nach den Touren der letzten Tage: Baquette mit Aioli, Schinken frisch aus der Packung und grüne Oliven…  Lecker!

 

Malle Tag 2

Nach einem „lockeren“ Tag sollte es heute etwas härter werden. Ich hatte echt gut geschlafen, obwohl es im Zimmer eine Hitze hatte, die Nacht über, die kaum auszuhalten war. Die Klimaanlage des Zimmers machte, wenn man sie einschaltete, leider auch nur warm. Aber wer will sich schon über die Hitze beschweren wenn es daheim die Nacht über um den Gefrierpunkt ist?

Die Beine fühlten sich nach dem aufstehen zwar etwas schwer an, aber ich dachte mir, daß das schon noch werden würde. Also haben wir uns erstmal über das Frühstücksbuffet hergemacht und richtig gut und ausgiebig gefrühstückt. Danach in die Radklamotten geschmissen (kurz/kurz) noch die Flaschen und Trikottaschen gefüllt und los ging die Tour. 

hello